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Internet-Grundlagen

Grundlagen

ISO/OSI-Schichtenmodell

ISO: international standardization organisation

OSI: open systems interconnection

Nr Bezeichnung Aufgaben Protokolle
7 Anwendung Nutzerschnittstelle; Kommando-Auswahl DNS, FTP, SMTP, HTTP
6 Darstellung Kodierung, Dekodierung, Kompression  
5 Kommunikationssteuerung

Verwaltung der Verbindungen zwischen
den Anwendern

TelNet
4 Transport

Verbindungsaufbau,
Datentransport einschließlich
Fehlererkennung und Fehlerkorrektur

TCP, UDP
3 Vermittlung

Verwaltung der Verbindungen zwischen
den Rechnern

IP, ARP, ICMP
2 Datensicherung Fragmentierung, Kontrolle, Prüfung Ethernet, ISDN
1 (Bit-)Übertragung physikalischer Datentransport  

TCP (transport control protocol) ist ein verbindungsorientiertes Protokoll. Der Sender erhält eine Rückmeldung vom Empfänger. Nur so kann kann eine fehlerfreie Übertragung sichergestellt werden. Nur so kann die Übertragungsgeschwindigkeit des Senders ausgehandelt werden, weil er auf die Rückmeldungen des Empfängers wartet. - Auf der Basis von IP wird eine sichere und fehlerfreie Punkt-zu-Punkt-Verbindung realisiert.

UDP (user datagram protocol) ist ein verbindungsloses Protokoll. Der Empfänger gibt keine Rückmeldung. Anwendungen: Video-Stream, DNS-Anfrage. - Die Anwendung selbst muß dafür sorgen, daß Pakete fehlerfrei und in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen.

IP-Adressen

Die Adressierung in TCP/IP-Netzen erfolgt auf der IP-Ebene mit Hilfe einer 32-Bit langen IP-Adresse.

Die IP-Adresse besteht aus einer Netzwerk-ID und einer Host-ID. Die Host-ID gibt die Bezeichnung des Rechners innerhalb seines eigenen Netzwerks an, und die Netzwerk-ID liefert die Bezeichnung des Netzwerks. Alle innerhalb eines Verbundes von Netzwerken sichtbaren Adressen müssen eindeutig sein; es darf also nicht zweimal dieselbe Host-ID innerhalb eines Netzwerks geben. Sind mehrere Netzwerke miteinander verbunden (wie es beispielsweise im Internet der Fall ist), müssen auch die Netzwerk-IDs innerhalb des Verbundes eindeutig sein.

Um diese Eindeutigkeit sicherzustellen, gibt es eine zentrale Institution zur Vergabe von Internet-Adressen und -namen, das Network Information Center (kurz NIC). Die zu vergebenden Adressen werden in drei Klassen A bis C eingeteilt:

Klasse Netzwerk-ID Host-ID Beschreibung
A 7 Bit 24 Bit Ein Klasse-A-Netz ist für sehr große Netzbetreiber vorgesehen. Das erste Byte der Adresse liegt im Bereich von 0 bis 127, sein höchstwertiges Bit ist also immer 0. Ein Klasse-A-Netz bietet 224 verschiedene Host-IDs innerhalb des Netzes. Insgesamt gibt es aber nur 128 verschiedene Klasse-A-Netze weltweit (tatsächlich werden seit einigen Jahren keine Klasse-A-Adressen mehr vom NIC vergeben).
B 14 Bit 16 Bit Ein Klasse-B-Netz erlaubt immerhin noch die eindeutige Adressierung von 216 unterschiedlichen Rechnern innerhalb des Netzwerks. Insgesamt gibt es maximal 16384 verschiedene Klasse-B-Netze weltweit. Das erste Byte der Adresse liegt im Bereich von 128 bis 191, seine höchstwertigen Bits haben also immer den Binärwert 10.
C 21 Bit 8 Bit Klasse-C-Netze sind für kleinere Unternehmen vorgesehen, die nicht mehr als 256 unterschiedliche Rechner adressieren müssen. Insgesamt gibt es maximal 2097152 verschiedene Klasse-C-Netze weltweit. Das erste Byte der Adresse liegt im Bereich von 192 bis 223, seine höchstwertigen Bits haben also immer den Binärwert 110. Die meisten an das Internet angebundenen kleineren Unternehmen betreiben heute ein Klasse-C-Netz.

Dienste im Internet

Port Dienst Protokoll Beschreibung
7 echo tcp/udp Gibt jede Zeile zurück, die der Client sendet
9 discard tcp/udp Ignoriert jede Zeile, die der Client sendet
13 daytime tcp/udp Liefert ASCII-String mit Datum und Uhrzeit
19 chargen tcp/udp Generiert ununterbrochen Zeichen
21 ftp FTP file transfer protocol, tcp Versenden und Empfangen von Dateien
22 ssh Secure Shell  
23 telnet TelNet, tcp interaktive Session mit entferntem Host
25 smtp SMTP simple mail transport protocol, tcp Versenden von E-Mails
37 time Time, tcp/udp liefert die aktuelle Uhrzeit als Anzahl der Sekunden seit 1.1.1900
42 domain DNS domain name server  
43 whois WhoIs, tcp einfacher Namensservice
53 domain DNS domain name server  
69 Tftp TFTP trivial file transfer protocol, udp vereinfachte Variante von FTP auf UDP-Basis
70 Gopher Gopher, tcp/udp ein Vorläufer des WWW
79 Finger Finger, tcp liefert Benutzerinformationen
80 http HTTP hyptertext transport protocol, tcp/udp Web-Server
110 MailFrom POP3, post office protocol 3, tcp/udp Übertragen von Mails
113 auth (ident)    
119 News NNTP, tcp Übertragen von Usenet-News
161 snmp udp Netzwerkmanagement
443 secure socket layer    
514 syslog    
515 printer    
1099 rmi tcp Remote Method Invocation für im Netzwerk verteilte Programme

Request for Comments

Die meisten der allgemein zugänglichen Protokolle sind in sogenannten Request For Comments (kurz RFCs, Anfragen zwecks Kommentierung) beschrieben. RFCs sind Dokumente des Internet Activity Board (IAB), in denen Entwürfe, Empfehlungen und Standards zum Internet beschrieben sind. Auch Anmerkungen, Kommentare oder andere informelle Ergänzungen sind darin zu finden.

Insgesamt gibt es derzeit etwa 2500 RFCs, einige von ihnen wurden zu Internet-Standards erhoben. Alle bekannten Protokolle, wie beispielsweise FTP, SMTP, NNTP, MIME, DNS, HMTL oder HTTP, sind in einschlägigen RFCs beschrieben.

Protokoll/Dokument RFC (Beschreibung)
IP RFC791, RFC1060
ICMP RFC792
TCP RFC793
UDP RFC768
DNS RFC1034, RFC1035, RFC2136, RFC974, RFC1101, RFC1812
ARP / RARP RFC826, RFC903
SMTP RFC821, RFC822
MIME RFC2045 - RFC2049
Content Types RFC1049
POP3 RFC1939
NNTP RFC977
HTML 3.2 Internal Draft
HTML 2.0 RFC1866
HTTP 1.0 / 1.1 RFC1945, RFC2068
FTP RFC959, RFC765
TFTP RFC1782, RFC1783, RFC1350
TELNET RFC854
SNMP RFC1157
X11 RFC1013
NTP RFC1305
FINGER RFC1288
WHOIS RFC954
GOPHER RFC1436
ECHO RFC862
DISCARD RFC863
CHARGEN RFC864
DAYTIME RFC867
TIME RFC868
Assigned Numbers RFC1700
Internet Protocol Standards RFC2400
Hitchhikers Guide to the Internet RFC1118


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. September 2006 )